Der Förderverein zur Erhaltung von Kirche und Dorf Nieden wurde 1995 gegründet. Die Gründungsmitgliederinnen und -mitglieder hatten ursprünglich die Sanierung der alten prachtvollen Kirche zum Ziel. Es war aber auch sinnvoll, die Anliegen des Dorfes insgesamt im Auge zu behalten, zumal irgendwann die Arbeiten an der alten Gutskirche abgeschlossen sind. Deshalb umfasste der sorgfältig ausgewählte Name des Fördervereins auch den Begriff „Dorf“ und firmierte schließlich als „Förderverein zur Erhaltung von Kirche und Dorf Nieden“.

Der Förderverein, der zunächst nur aus Mitgliedern aus dem Dorf bestand, gab sich eine Satzung mit eine(m)r Vorsitzenden, stellv. Vorsitzenden bzw. Sekretär/in und eine(m)r Schatzmeister/in. Als vordringliche Aufgabe wurde zu Beginn die Sanierung der Kirche vorangetrieben. Die Kirche aus dem frühen 13. Jahrhundert birgt neben einer großartigen Ausstattung aus der Zeit der Renaissance und des Barocks auch herrliche Elemente der frühen Moderne – des weithin berühmten Architekten Bruno Taut und des bekannten Malers Franz Mutzenbecher.

Erhebliche finanzielle Mittel sowie Sachleistungen konnten angeworben werden, womit zumindest die Außenhaut der Kirche komplett saniert wurde. Das völlig durchlöcherte Dach, aus dem schon kleine Bäume wuchsen, konnte neu gedeckt, die beinahe schon nicht mehr vorhandenen Turmuhren mit neuen Ziffernblättern und Zeiger ausgestattet und auch die schwere Feldsteinmauer um den Kirchhof neu aufgebaut werden. Schließlich brachte der Verein mit viel Ausdauer auch wieder die Glocken zum Läuten und elektrifizierte das Geläut sogar, sodass die Glocken neuerdings mit einer Fernbedienung gesteuert werden können. Im Inneren der Kirche bedarf es nun weitere Anstrengungen, die Renovierung fortzusetzen. Der Vorraum des Gebäudes mit der Treppe zum Glockenturm konnte inzwischen saniert werden.

Vermehrt kann sich der Förderverein nun auch anderen Aufgaben – v.a. dem Zusammenhalt des Dorfes – widmen. Jährlich organisiert er Konzerte oder Lesungen sowie das gemeinsame Adventssingen und eine Adventsfeier für die Gemeinde. Außerdem unterstützt der Förderverein Kinderfeste, den Bau eines Kinderspielplatzes und die örtliche freiwillige Feuerwehr sowie einzelne konkrete Vorhaben im Dorf.

An dieser Stelle sei auch neben der Evangelischen Landeskirche Berlin Brandenburg, den großzügigen Spendern gedacht, wie der August-Oetker Stiftung, der Dachziegelfirma Rupp-Keramik, dem Gut Nieden, dem Lila Bäcker, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und all denjenigen, die beispielweise anstelle von Geschenken zu ihren runden Geburtstagen und anderen Familienfeierlichkeiten baten, den Förderverein mit Spenden zu bedenken oder ihm mit Rat und Tat praktisch zur Seite stehen. Inzwischen hat der Förderverein mit bis zu 30 Mitgliedern auch auswärtige Mitglieder aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Der Förderverein wird vom Finanzamt Greifswald geprüft und ist befugt, Spendenbescheinigungen zu erstellen.